Über uns

Wir sind eine Truppe von Schneebegeisterten, die sich regelmäßig in unterschiedlichen Konstellationen in den Alpen zum Ski(hoch)tourengehen trifft. Diese neu gegründete Gruppe soll als Plattform für Gleichgesinnte dienen, um gemeinsam eigenverantwortliche Fahrten zu organisieren. Es findet keine Ausbildung statt. Wir freuen uns auf neue Interessenten! Du passt zu uns, wenn Du:

  • Powder genauso sehr liebst wie wir und am liebsten jedes Wochenende in die Berge fahren würdest
  • Bereits Erfahrung mit Skitouren hast und bereits eigenverantwortlich Touren planst und durchführst
  • Am besten auch Erfahrung mit Ski-Hochtouren, Gletscherquerungen und leichter Kletterei im winterlichen Fels hast
  • Mit deinem LVS-Equipment umgehen kannst
  • Sicher im freien Gelände Ski fährst
  • Gern Touren von > 1200 Hm gehst

Regelmässige Gruppenaktivitäten

Treffen beim Stammtisch oder zum Klettern nach Absprache

Was bisher geschah...
Osterwochenende auf der Amberger Hütte

Osterfahrt Skihochtourengruppe Fischssuppe Deluxe (19.-23.4.19)

Da wir vor kurzem die Skihoch(!)tourengruppe Fischsuppe Deluxe offiziell gegründet hatten, dachten wir uns, eine ebenso offizielle Gruppenfahrt müsste mal her, und fuhren zu fünft über Ostern auf die Amberger Hütte. Nachdem auf Birgits Betreiben hin der Ötztal-Express in Innsbruck extra noch auf uns verspätete Nachtzugfahrer gewartet hatte, kamen Benni, Birgit und ich am Karfreitag ordnungsgemäß in Längenfeld an, von wo uns der bestellte Taxifahrer mit nach Gries zum Hüttenparkplatz nahm. Viola und Martin waren per Auto angereist und schon auf dem Weg zum Tonigenkogel. Unsere Versuche, sie von der Terasse der Sulztalalm bei Kaffee und Kuchen in der steilen Waldabfahrt zu besichtigen, scheiterten leider an den Schneeverhältnissen - da Viola beim erforderlichen Skiabschnallen bis zur Hüfte im Schnee versank, dauerte das alles etwas länger. Auf der Amberger Hütte trafen wir uns alle aber wieder, losten die Bettenverteilung und Schlafausrichtung in unserem Fünferzimmer aus, und widmeten uns der (als Gesamtpaket) sehr bezahlbaren Halbpension.

Am Samstag liefen wir los Richtung Murkarspitze / Kuhscheibe mit dem Ziel, im Zweifel dem besten Schnee und den wenigsten Leuten zu folgen. Es wurden dann Murkarspitze und Atterkarjöchl, für einen enthusiastischen Teil der Gruppe auch noch die Kuhscheibe hintendran (das waren dann immerhin 1800 Höhenmeter). Immerhin gab es ganz kurz Pulver, und insgesamt eine sehr schöne Abfahrt mit noch genügend Raum für eigene Spuren. Trotzdem die Hütte (über)voll war, verteilten sich die Leute sehr gut über die drei zugänglichen Täler. Es war eine erstaunlich internationale Truppe, viele Niederländer, einige Franzosen (oder Französisch-Schweizer?), Spanier, Splitboarder, ein Wintermountainbiker, Niederländer mit italienischem Bergführer, .... die Frühstückszeit musste man taktisch klug wählen, und allzu lärmempfindlich durfte man morgens nicht sein, sonst war es sehr nett. Der Handyempfang war perfekt geregelt: In die Stube reichte er nicht, aber wer wollte konnte sich in die richtige Ecke beim Eingang stellen und mit der Welt reden.

Leider hielt weder der Vorsitzende noch seine Stellvertreterin die erhoffte Rede. Dafür diskutierten wir aber wesentliche Dinge die Organisation der Gruppe betreffend, zum Beispiel legten wir fest, dass der Zusatz "Deluxe" dringend in den Gruppennamen aufgenommen werden sollte. Außerdem waren weitere Kriterien zur Aufnahme in die Gruppe im Gespräch - das Vorliegen eines Knieschadens fand knapp keine Mehrheit, aber die Bereitschaft zur Teilnahme an den täglichen Reha-Sessions (Faszienrolle und Dehnen) wurde sehr ernsthaft in Betracht gezogen. Diese Reha-Sachen fanden immer nachmittags im Boulderraum unter dem Dach der Hütte statt und wurden ermöglicht durch die von mir und Martin hochgeschleppten entsprechenden Rollen (angesichts des Hüttenzustiegs von gut zwei Stunden plus Einkehr auf halber Strecke nicht allzu belastend). Die dort wohnenden Notlagerbewohner sahen uns auf eine Art an, die wir nicht klar deuten konnten, die wir aber als wohlwollendes Verständnis ausgelegt haben.

Sonntag war der Plan Schrankogel, der höchste im Gebiet. Wir liefen hin, guckten hoch, und hatten eher weniger Motivation. Also ging es weiter Richtung Schrankarkogel, der ja immerhin fast gleich klingt. Auch dort hatten angesichts des steilen, sonnenbeschienenen Gipfelhangs nicht alle die nötige Überzeugung, aber auf dem benachbarten "Skigipfel" trafen wir uns dann wieder und beobachteten drei Abfahrer in der sehr (sehr) steilen Nordflanke des Schrankogels. Angesichts der Felsabbrüche und der entsprechend naheliegenden Folgen eines Sturzes sehr beeindruckend. Etwas näher dran beobachteten wir eine Zweierseilschaft neben uns, deren einer Teil kurze Hosen trug und unglaublich braungebrannte Beine hatte. Nach vergleichenden Diskussionen fuhren wir wieder ab und planten die etwas aufwendigere Logistik für den nächsten Tag.

Am Montag lieferten wir Birgit wie geplant an der Daunscharte ab. Es war etwas befremdlich, nach der fast menschenleeren Gletscherlandschaft und dem anstrengenden Gewühle und Spuren den steilen Hang hinauf zur Scharte auf einmal oben zu stehen und runter ins Stubaier Gletscherskigebiets zu gucken, dessen nächste Bergstation nur 50 Hm unter uns lag. Von dort kurvte Birgit zwar etwas beschwert aber sicher sehr elegant die Pisten hinunter, nahm den nächsten Bus zurück nach Innsbruck, und lies ihre Skischuhe dabei durchgehend an. Wir sind schon eine nette Truppe. Martin und ich fuhren zurück zur Hütte, um unseren Knien Sonne und Bier zuzuführen. Viola und Benni liefen noch zum Windacher Daunkogel (wir hatten etwas den Überblick verloren ob der vielen Daunkogels in der Gegend, aber ich glaube ziemlich sicher, dass es dieser war). Vom Gipfel nahmen sie den direkten Weg und hatten die beste Abfahrt des Wochenendes, unverspurter Pulver. Es war mega, wurde uns berichtet. Martin und ich waren auch recht angetan, denn die Hütte hatte gutes Bier und eine warme Sonnenterasse. Es war überhaupt erstaunlich, wie nett und aufmerksam die Bedienungen waren, trotz der mehr als vollen Hütte, und ebenso die Wirtsleute. Zum Glück haben wir noch nicht alle Gipfel abgearbeitet und kommen hoffentlich nochmal wieder.

Dienstag endete dann das bislang spektakulär sonnige Wetter, mit Wind und diffuser Optik. Martins und Violas Knieschmerzen, kombiniert mit den angesammelten Höhenmetern der beiden, führten dann zu der Entscheidung, direkt abzufahren. Benni und ich kämpften uns noch bis ins Joch unter der Kuhscheibe hoch (ich war sehr dankbar, dass Benni da nochmal hochwollte), und bekamen so immerhin einen Dank des italienischen Bergführers fürs Spuren. Auf der Hütte stellten wir uns in die Handyecke und riefen den Taxifahrer unseres Vertrauens an (Taxi Weity aus Längenfeld, cooler Typ), der uns den schon ausgeaperten letzten Teil der Abfahrt entgegenkam. Am Parkplatz hielten wir noch kurz, um unsere in Viola und Martins Auto deponierten Sachen zu holen, und stellten fest, dass sie uns zur Sicherheit auch mit zwei Bierflaschen versorgt hatten. Derer nahmen wir uns dann zwischen Innsbruck und München an. Als wir aus Platzmangel in den Speisewagen wechselten auf einen Kaffee, erörterte uns der Kellner, dass der Kaffee sehr schlecht sei, aber das Bier könne er sehr empfehlen. Wir glaubten ihm, und hatten eine sehr nette Heimfahrt (zum Glück trinken wir beide sonst zuhause eher wenig). Bei Viola und Martin lief auch alles glatt, und sie konnten sich gerade noch beherrschen, in Bispingen nicht an der Skihalle zu halten. Alles in allem eine sehr, sehr gute erste Gruppenfahrt, der hoffentlich noch viele weitere folgen.

Bericht von Carmen

Ansprechpartner

Leiter
Benjamin Thiemecke
B.Thiemecke@gmail.com

Tel. 0176-24027714

Stellvertreterin
Viola  Podsadlowski
Podsadlowski@gmx.de
0176-23234086


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