Die Drachentöter 2019 Alexandra und Wladimir
Die Drachentöter 2019 Alexandra und Wladimir

Klettern im Vorstieg

Wir klettern jeden Mittwoch im Vorstieg ab 18.30 Uhr im DAV Kletterzentrum (Stand 17.06.2021). Wir wollen gemeinsam unsere Technik verbessern, regelmäßig trainieren, uns gegenseitig helfen, einander vertrauen und zusammen wachsen. In unserer Freizeit machen wir auch mal Wanderausflüge. Einige von uns sind begeisterte Bergsteiger und suchen auch noch Gleichgesinnte für den ein oder anderen 4.000er. Unser Kletterabend konzentriert sich aber auf das Vorstiegsklettern. Wenn Du Dich/Ihr Euch angesprochen fühlst/fühlt, kommt gerne mittwochs in die DAV Kletterhalle oder schreibt uns eine Mail.
Wer sind wir?
Wir, das sind Alexandra Dörner (37), Betriebswirtin, Trainerin und Coach, und Wladimir Zgordin (45), Architekt und begeisterter Alpinist. 
Wir freuen uns auf Dich/Euch!
Alexandra und Wladimir.

P.S.: Unsere Kontaktdaten findest du nachdem du dich eingeloggt hast.

Termine 2021:

Ostern Frankenjura

Pfingsten Ith

Sommerferien: Berchtesgarden/Ötztal

Eindrücke aus der Kletterhalle

Großglockner als Tagestour

Eigentlich war der Tourenplan für die Gruppe “Klettern und Bergsteigen” für das Jahr 2020 bereits seit längerer Zeit fertig, aber dann kam es doch ganz anders.

Anstatt am Anfang des Jahres rechtzeitig die Übernachtungen auf allen Hütten zu reservieren, um auf den beliebten Hütten noch ein Plätzchen zu bekommen, gab es nur Ratlosigkeit, was wann und wie möglich sein wird.

Schweren Herzens wurden dann aber fast alle Touren für 2020 abgesagt.


Uns Bergsteigern spukten die Berge aber die ganze Zeit im Kopf herum und so haben wir dann Ende Juni unsere Liste der Tourenziele noch einmal angeschaut, ob nicht doch der eine oder andere Gipfel machbar wäre.

Und tatsächlich, aus der geplanten Tourenwoche in den Hohen Tauern wurde ein Gipfel für eine Tour übers Wochenende herausgesucht und das erste Wochenende im August festgelegt: Der Großglockner sollte es sein!

Eigentlich wollten wir  gemeinsam anreisen, mindestens eine Nacht auf einer Hütte schlafen und dann auch wieder gemeinsam Heim fahren, aber die zu diesem Zeitpunkt bereits gut gefüllten Terminkalender machten uns einen Strich durch die Rechnung.
Fast alle Teilnehmer würden bereits unterwegs sein und somit individuell anreisen.

Für Fabian und mich war zudem klar, möglichst keine Übernachtung auf einer Hütte, wenn es sich vermeiden lässt.

Ohne Hütte? Der Glockner als Tagestour? Ganz klar, dass das nicht unbedingt sofort auf Begeisterung gestossen ist. Vom Parkplatz am Lucknerhaus über den Mürztaler Steig sind das fast 1900 Hm und 9 km Strecke und das ganze dann wieder Retoure.
Mitte Juli wurde daher der Plan schon fast wieder verworfen.


Aber wir konnten es doch nicht lassen. Ein paar Tage vorher war klar, das Wetter sollte gut werden, mein Dienstplan erlaubte mir den Freitag frei zu machen und sogar noch Fabian einzusammeln.

Pünktlich zum Abendessen standen wir auf dem Parkplatz des Lucknerhauses und schauten taleinwärts Richtung Glockner auf die uns am nächsten Tag bevorstehende Tour.

Frank und Wladimir waren zu diesem Zeitpunkt bereits auf der Erzherzog Johann Hütte. Sie hatten sich doch unerwartet kurzfristig dafür entschieden, eine Nacht auf der Hütte zu schlafen, Wladimirs Rückenschmerzen waren schuld an der Planänderung.

Bevor wir es uns dann im Schlafsack gemütlich machten, wurde zur Einstimmung dem Klettergarten noch ein kleiner Besuch abgestattet.


Nach einer ruhigen, aber kurzen Nacht im Auto ging es dann um 2:00 Uhr im Licht der Stirnlampen los, Wladimir und Frank sollten ja nicht zu lange auf uns warten müssen!

Bis zur Lucknerhütte legte Fabian ein strammes Tempo vor. Als wir weiter oben in Richtung Mürztaler Steig vom Weg zur Stüdlhütte abzweigten, entstiegen wir dem leichten Nebel aus dem Tal und genossen die eindrucksvollen Silhouetten der umliegenden Gipfel unter einem sternenklaren Himmel.

Im gleichmäßigen Schritt auf dem harten Firn des Ködnitzkees kamen wir gut voran, so gut, dass wir am Einstieg zum Klettersteig einfach vorbei gelaufen sind.
Fraglich, ob wir bei dem Abstand zur Wand den Einstieg mit der Stirnlampe überhaupt gefunden hätten. Weder Fabian noch ich waren zuvor hier unterwegs.

Also ging es weiter über den Gletscher, bis wir am Kampl auf den “Alten Kalser Weg” von der Stüdlhütte gestossen sind.


Pünktlich um 6:00 Uhr standen wir auf der Terrasse der Erzherzog Johann Hütte, wo uns Frank und Wladimir schon ungeduldig erwarteten.

Die wären natürlich gerne gleich losgelaufen, aber eine kurze Pause für ein kleines Frühstück haben Fabian und ich dann schon gebraucht. So konnten wir dann auch den grandiosen Sonnenaufgang geniessen.


Dann ging es aber endlich los. Über das Glocknerkees in Richtung “Glocknerleitl”, von dem wir schon so viele Geschichten gehört hatten. Auch vor der Erzherzog Johann Hütte war das “Glocknerleitl” eine häufiges Thema bei den um uns herum stehenden Seilschaften.

Und nun standen wir direkt davor: sehr weicher, teilweise matschiger Schnee auf Eis, alles recht stark zertreten. Eigentlich kein größeres Problem, aber durch entgegenkommende und in beide Richtungen überholende Seilschaften etwas nervig.

Wie sich dann im weiteren Verlauf herausstellte, war das erst der Anfang vom Chaos und es sollte noch nerviger werden.

Am Grat zum Kleinglockner wurde es dann zusehends voller. Nicht nur die bereits absteigenden Seilschaften, sondern auch die im Aufstieg befindlichen Seilschaften vor uns produzierten immer mehr Stau. Minutenlanges Sortieren des Seils, Diskutieren mit dem Gegenverkehr, Ausziehen und Deponieren von Steigeisen und erste technische Probleme auf dem eigentlich einfachen Grat erschwerten das Vorankommen der anderen Seilschaften, so dass wir häufig im Stau standen. Trotzdem war das Spektakel teilweise recht belustigend.

Das ganze Szenario gipfelte dann nicht auf dem Gipfel, sondern auf dem Grat zwischen Kleinglockner und Großglockner: Die Karawane kam hier komplett zum Stillstand und für uns war am Kleinglockner erst einmal Zwangspause.

Die Szenen, die sich bei den Begegnungen von entgegenkommenden Seilschaften abspielten, lagen zwischen lustig und erschreckend. Bergsteiger, die sich teils auf allen vieren auf dem schmalen Grat entgegen kamen und aneinander vorbei bzw. Eher übereinander weg krabbelten.
Das allgemeine Chaos wurde dann noch von Bergführern angeheizt, die sich entweder rücksichtslos vorbei drängelten und andere Seilschaften anrempelten oder mit lautem Geschrei versuchten das Chaos zu verbessern, oder aber alles gleichzeitig…


Von der Stille, der Einsamkeit und dem Genuss, den wir beim Aufstieg genossen hatten, war jetzt nichts mehr geblieben.

Für Frank war dann auch klar, anstatt sich weiter diesem Stress auszusetzen, wollte er lieber die Aussicht genießen und so machte er es sich auf einem kleinen Vorsprung am Kleinglockner gemütlich.

Fabian und ich nahmen Wladimir mit in unsere Seilschaft auf stürzten uns weiter in den Trubel und schließlich standen wir nach einer halben Ewigkeit doch noch am Gipfelkreuz, auch wenn ich zwischenzeitlich schon nicht mehr daran geglaubt hatte!

Auch hier war natürlich keine Ruhe und so ging es nach ein paar schnellen Fotos wieder zurück. Die Situation am Grat hatte sich nicht wirklich gebessert und so musste Frank tatsächlich 3h Stunden auf uns warten!!

Er hat uns aber versichert, dass es ihm zu keiner Zeit langweilig gewesen ist.


Auf dem Abstieg vom Kleinglockner forderte die unerwartet lange Gehzeit, sowie die aufgrund des stressigen Aufstiegs vernachlässige Nahrungsaufnahme dann ihren Tribut: 

Fabian war unterzuckert und hatte mit seinem Kreislauf zu kämpfen!

Zum Glück konnte er sich nach einer kleinen Stärkung zumindest selbst auf den Beinen halten, allerdings musste ich ihn den restlichen Grat hinunter zum Sattele und das gesamte Glocknerleitl hinunter bis auf das Glocknerkees von Stand zu Stand langsam und kontrolliert ablassen. Auf der Erzherzog Johann Hütte war er mit seinen Kräften dann aber am Ende und es ging nichts mehr.

Nach etwa zwei Stunden hatte sich Fabian zwar etwas erholt, aber an einen Abstieg war in diesem Zustand überhaupt nicht zu denken. Also blieb uns nichts anderes übrig, als auf der überraschend sehr gut gefüllten Hütte zu übernachten.


Am Sonntag ging es Fabian besser und wir sind dann zeitig nach dem Frühstück abgestiegen und haben die Rückreise angetreten.

 

Fazit:  Eine sehr schöne, technisch nicht allzu anspruchsvolle aber spannende Tour. Nicht am Wochenende zu empfehlen, schon gar nicht in der Hauptsaison. Das nächste Mal gerne an einem Dienstag, bei Regen. Mit Ausreichend Verpflegung für den Hin- UND den Rückweg.

Großglockner Bildergalerie

Watzmann im Oktober

Am Anfang stand bei Andreas und mir die Idee, die Watzmannüberschreitung im Winter zu machen. Nach einiger Recherche online konnten wir dann die Rahmenbedingungen der Tour etwas besser einschätzen und haben entschieden, dieses Ziel etwas intensiver zu verfolgen.
Um die Tour, die Route und auch die damit verbundene Anstrengung besser einschätzen zu können, wollten wir die Tour erstmal im Sommer / Herbst machen. Um aufgrund der aktuellen Corona Situation etwas mehr Platz und Ruhe am Berg zu haben, wollten wir die erste Woche mitte Oktober nutzen, in der das Watzmannhaus geschlossen hat. Soweit die Theorie.
Im Berchtesgadener Land angekommen wollten wir am Samstag, den 17.10.2020 den Aufstieg aus dem Tal über die Mitterkaseralm, hoch zum Watzmannhaus und dann hinauf zum Hocheck, zur Mittelspitze und über die Südspitze zurück hinab ins Wimbachgries wagen. In Summe ca. 22km Strecke, 2400 Höhenmeter rauf und runter und je nach Verhältnissen eine Gehzeit zwischen ca. 10-15 Stunden.

Der Respekt vor der sehr langen Tour ist schon von Anfang an da gewesen, aber der aktuelle Wetterbericht und der doch schon sehr ausgiebig gefallene Schnee ließ die geplante Überschreitung doch recht schnell als zu ambitioniert erscheinen. Wir entschieden uns also am Vorabend der Tour lediglich bis zum Hocheck aufzusteigen, ggf. bis zur Mittelspitze bei guten Verhältnissen.
Am Samstag ging es dann um kurz nach 5 Uhr in der Früh los. Die ersten 800 Höhenmeter konnten wir auf einem breiten Bergweg recht flott überwinden, bis wir auf ca. 1200/1300 Metern Höhe auf den ersten Schnee trafen. 

Schnell wurde aus dem ersten bisschen Schnee mehr und schon bald befanden wir uns in komplett weisser Landschaft mit schlechter Sicht, ungespurtem Weg und eingeschneiten Markierungen. 

Anhand des GPS und der schwer zu erkennbaren Strecke konnten wir aber den Weg zum Watzmannhaus finden. Allerdings wurde der Schnee immer mehr, bis wir schließlich knapp unterhalb des Watzmannhauses bis zur Schulter im leichten Pulverschnee versanken. Das sorgte dafür, dass wir für wenige Meter Strecke doch recht lange brauchten. 

Nach kurzer Pause am Watzmannhaus hat sich die Sicht leider so extrem verschlechtert, das wir nichtmal mehr den Weg zum Hocheck ausmachen konnten. 

An dem Punkt entschieden wir, dass wir statt uns in Gefahr zu bringen lieber rechtzeitig umkehren und das als gute Trainingstour mit 1300 Höhenmetern teils im tiefen Schnee verbuchen. Mir persönlich gab es ein gutes Gefühl, als "kleine" Gruppe vernünftig und rational unsere Optionen abzuwägen und dann auch ein Umkehren nicht als Scheitern der Tour zu werten.

Der Abstieg war problemlos, allerdings überraschte uns der doch teils recht steile Abstieg, der uns im Aufstieg nicht so vor kam. Fazit: Sehr schöner Ausflug im Schnee und mit erfolgreichem Scheitern abgeschlossen. Die Tour wird nächstes Jahr auf jeden Fall nochmal angegangen!

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Herbstlicher Spaziergang auf den Brocken

Hamburg. Samstag um 6.30 Uhr starten wir auf die Autobahn Richtung Ilsenburg. Wir wollen den Heinrich Heine Wanderweg ca.21km entlang der Ilse durch Wälder hoch zum Brocken gehen. Ausgestattet mit Wanderschuhen, Proviant und guter Laune starten wir um 9.40Uhr im Tal von Ilsenburg in einem traumhaft farbenfrohen Laubwald entlang der Ilse unseren Marsch. Die Sonne scheint bereits und blitzt und funkelt durch die Bäume. Die Ilse ist braun von dem vielen Laub, dass bereits von den Bäumen gefallen ist. Die Luft ist klar und frisch. Es riecht nach Herbst und moderiger Waldluft, einfach toll. Doch wir passieren auch tote Waldstücke. Grau und farblos verlassen stehen vereinzelt Baumstämme, viele liegen bereits am Boden oder wurden gefällt. Ein Glück, dass uns der Weg schnell wieder in saftig grüne Tannenwälder mit verwurzeltem Lehmboden und bemooste Steine hindurch führt. Anschließend gelangen wir zum „Plattenweg“. Nach 500 Höhenmetern (Halbzeit) auf einer Felsklippe, wollen wir dann aber doch den Ausblick ins Tal genießen und frühstücken erstmal ausgiebig. Es ist windig und trocken. Als wir den Weg weiter hoch beschreiten, zieht Nebel auf. Es wird frischer und der ein oder andere Regentropfen fällt auch hinunter. Das stört aber nicht. Wir kommen schließlich an den Bahnübergang der Brockenbahn. Nun ist es nicht mehr weit. Die Sicht ist durch den Nebel stark eingeschränkt und so erschrack ich mich doll, als ich die Sendeanlage durch den Nebel kurz vor mir sah. Und da kam noch mehr zum Vorschein. Die Touristeninfo, das Hotel, das öffentliche Klo und der Gipfelstein. Unheimlich. Da es sehr windig, kalt und trüb ist, beschreiten wir relativ schnell den Abstieg. Wir wollen jedoch nicht denselben Weg zurück, sondern vorbei an den Zeterklippen durch einen Teil abgestorbenen Wald zurück zum bunten Laubwald an der Ilse. Im Tal machen wir noch ein kleines Picknick, bevor wir um 18 Uhr wieder Richtung Hamburg aufbrechen. Ein schöner Wandertag mit knapp 30 km und 980 Höhenmetern geht zu Ende. Ich freue mich auf den nächsten Ausflug mit Euch. Danke und auf bald. Bleibt gesund.

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Zugspitze Juni 2021
Auf der Route Stopselzieher zur Zugspitze vom Österreich
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Großglockner Juli 2021
Sonnenaufgang auf der Adlersruhe (erzherzog-johann-huette) vor dem Aufstieg
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Ansprechpartner

Leiter

Wladimir Zgordin

Leiterin

Alexandra Dörner

Alle Angaben auf dieser Seite sind mit Sorgfalt von der Gruppenleitung erarbeitet und erfolgen nach bestem Wissen. Eine Haftung für die Richtigkeit der Angaben ist ausgeschlossen. Dies betrifft auch Termine, Dauer und Verlauf von Touren oder anderen Veranstaltungen und die in diesem Zusammenhang veröffentlichten Schwierigkeitsgrade. Die hier genannten Veranstaltungen der Gruppen sind Gemeinschaftstouren in EIGENVERANTWORTUNG – keine Führungstouren. Bei allen Beiträgen auf dieser Gruppenseite ist der Verfasser für Inhalt und Beachtung urheberrechtlicher Vorschriften bei Verwendung von Zitaten und Abbildungen verantwortlich. Der Verein behält sich die Veröffentlichung und redaktionelle Überarbeitung von Beiträgen der Mitglieder vor. Im Falle eines Vorbehalts wird sich die Redaktion mit dem Verfasser in Verbindung setzen.